Städtebauliches Konzept für das östliche Havelufer

Das etwa 9,3 ha große Wettbewerbsareal befindet sich im ehemaligen Entwicklungsgebiet Wasserstadt Oberhavel in Berlin-Spandau. Hier soll ein gemeinschaftsorientiertes Wohnquartier mit 800 bis 1.000 Wohnungen für rund 2.000 künftige Bewohner entstehen. Das Grundstück wird durch geschützten Baumbestand und zwei denkmalgeschützte Gewerbebauten geprägt.

Der Entwurf für das neue Quartier »Wohnen am Park« liefert eine robuste städtebauliche Struktur für die Entwicklung eines gemischten Quartiers mit 70.000 qm Wohn- und 10.000 qm Gewerbefläche. Grünräume gliedern das Quartier in drei nachbarschaftliche Einheiten, die in blockartige Baufelder unterteilt sind. Die klare Grundstruktur erlaubt vielfältige Bebauungs- und Parzellierungsmöglichkeiten sowie eine klare Zuordnung von privaten und öffentlichen Räumen.

Entlang der begrenzenden Hauptstraßen ist eine geschlossene fünfgeschossige Bebauung als städtebaulicher Schallschutz vorgesehen. Gebäudetiefen von ca. 12,5 m erlauben ein Durchwohnen nach beiden Seiten sowie eine Orientierung zu den ruhigen begrünten Wohnhöfen. Nach Süden, zu den Grünräumen im Innern des Quartiers, wird die vier- bis fünfgeschossige Blockstruktur über Öffnungen und Höhenakzente gegliedert, um Raumbezüge aus den Wohnungen in die Freianlagen zu ermöglichen. Zur Wahrung der privaten Wohnatmosphäre sind die Erdgeschosse als Hochparterre ausgebildet.

Im Herzen des Quartiers entsteht eine in Ost-West-Richtung verlaufende Freizeitlandschaft vom Rohrbruchteich bis zum Ufer der Havel. Daneben gliedern weitere Park- und Landschaftsräume das Quartier und stellen die Vernetzung in die benachbarten Quartiere für Radfahrer und Fußgänger sicher. Das mit Bäumen bestandene Zentrum mit dem denkmalgeschützten Maschinenhaus wird zum Quartierpark umgestaltet. / Eine Schule mit Sporthalle ist an der Daumstraße vorgesehen, während sich die KiTa am östlichen Grundstücksrand zu der ausgebauten Grünverbindung Richtung Rohrbruchteich orientiert.

Auslober
Gewobag AG
Leistungen
Lph 1–2 (Wettbewerb)
Bearbeitung
2018
Mitarbeit
Dario Bittkau
Außenanlagen
bbz Landschaftsarchitekten
Visualisierung
DMSW