Neubau von 144 Wohnungen und flexibel nutzbaren Gewerbeeinheiten

Das Haus der Statistik entstand Ende der 1960er Jahre als Sitz der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik der DDR. Auf dem 3,2 Hektar großen Gelände schräg gegenüber vom Berliner Alexanderplatz werden neben der gemeinwohlorientierten Revitalisierung des leerstehenden Gebäudekomplexes auch ca. 290 Wohnungen durch die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH  neu gebaut.

DMSW Architekten haben im Rahmen eines städtebaulichen Werkstattverfahrens den Zuschlag für den Neubau von 144 Wohnungen mit erdgeschossiger Gewerbenutzung auf Baufeld B erhalten.

Der dreischenklige Baukörper orientiert sich im Osten zur Berolinastraße und im Westen zu den Binnenräume in Richtung Haus der Statistik. Er verfügt über eine differenzierte Höhenstaffelung der Gebäudevolumen von vier bis zu 15 Geschossen.

Im Erdgeschoss sind flexibel nutzbare Gewerbeflächen vorgesehen. Die Sockelfassade entspricht den Anforderungen an Flexibilität – verschiedene  potenzielle Nutzer:innen aus der Zivilgesellschaft können sie sich als Teil  der sogenannten Aurazone, die sich um das Gebäude legt, aneignen. Eine zweigeschossige Fahrradgarage mit innenliegender Rampe verbindet verschiedene Außenräume sowie das Erdgeschoss mit dem angrenzenden Experimentierhaus.

Beide Treppenhäuser, die die Wohneinheiten erschließen, sind von Straßen- und Hofseite zugänglich. Es sind verschiedene Wohnungstypen geplant, die unterschiedlichen Lebensmodellen gerecht werden – auch gemeinschaftliche Wohnformen sind möglich. Durch die differenzierte Geschossigkeit der Bauteile  und den hofseitig hervortretenden Sockel entstehen mehrere Dachflächen für die gemeinschaftliche Nutzung.

Auftraggeber:in
WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH
Leistung

LP 1–5

Fertigstellung
2026
Mitarbeit

Fabian Wolf, Philipp Weise, Michelle Baehr, Alexandra Bast, Anna Charpali, Hanna Naumann, Mara Sommerlatte, Katja Wemhöner

Visualisierung
DMSW Fabian Wolf
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