Bebauungs- und Freianlagenkonzept

Unser Wettbewerbsbeitrag für das Areal des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums an der Landsberger Allee denkt das Kürzel SEZ neu: »Stadt + Erholung + Zusammenleben«. Als Symbol für Fortschritt und Optimismus errichtet, steht der historische Ort des Wandels vor der Neuausrichtung – an der Schnittstelle zum Volkspark Friedrichshain wird die Geschichte gemeinschaftlicher Freizeitgestaltung zum Ausgangspunkt eines neuen Wohnquartiers.

Ein gegliederter Blockrand entlang der Straßen fasst das Quartier zusammen und schirmt es gegen Verkehrslärm ab. Ein zehngeschossiger Hochpunkt an der Ecke Landsberger Allee/Danziger Straße setzt einen städtebaulichen Akzent; Arkaden begleiten die Landsberger Allee, ein Sonderbaukörper an der Langenbeckstraße schafft die Eingangssituation zum Volkspark. Im Blockinnern öffnen sich die Baukörper zum Park und staffeln sich in ihrer Höhe. Drei torartige Zugänge und grüne Fugen verbinden Stadt, Quartier und Landschaftsraum.

Ein einheitliches Konstruktionsraster mit drei Wohnbau-Grundtypen und differenzierten Erschließungsformen ermöglicht einen vielfältigen Wohnungsmix. Die Strukturen sind für modulare Vorfertigung sowie Holz- und Hybridbau ausgelegt und berücksichtigen spätere Um- und Nachnutzungen.

Erholung wird als Zusammenspiel von Freiraum, Klima und Biodiversität verstanden: Entsiegelung, begrünte Dächer und Fassaden sowie ein Regenwassermanagement nach dem Prinzip der Schwammstadt unterstützen die Kühlung des Quartiers. Die Innenhöfe bieten Lebensräume für Wildbienen, Amphibien und Kleinsäuger – der Landschaftsraum des Volksparks setzt sich im Quartier fort.

Ein zentraler Quartiersplatz, gemeinschaftliche Dachgärten und Flächen für Spiel und Bewegung schaffen Angebote für Bewohner:innen und Nachbarschaft; das autofreie Quartiersinnere bietet Raum für Begegnung und aktive Mobilität. Fünf funktional unabhängige Nutzungseinheiten erlauben eine schrittweise Umsetzung und den temporären Erhalt bestehender Nutzungen. Geprüft wird zudem die Wiederverwendung von Bauteilen des SEZ – etwa der charakteristischen Stahlelemente als Pergolen im Außenraum –, damit Spuren des Ortes Teil seiner Zukunft werden.

Auftraggeber:in
WBM – Bereich Quartiersentwicklung, Abteilung Projektentwicklung

LP 1–2 Wettbewerb (Bebauungs- und Freianlagenkonzept)

Bearbeitung
2025
Mitarbeit

Jana Possehn, Mara Sommerlatte, Mathis Winkels

Freiraum
DMSW Landschaft
Visualisierung
Pawel Floryn
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